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Wut und Unverständnis: Filmtheater müssen schließen – Kinobranche als Bauernopfer


Hamburg, 29. Oktober 2020

Wieder gibt es einen Lockdown, wieder müssen die Kinos schließen. Gerade erst hatten viele Kinos ihre Türen wieder geöffnet und mit aufwändigen Hygienekonzepten dafür Sorge getragen, dass die Film-theater sichere Orte bleiben. Eine Einschätzung, die auch wissenschaftlich belegt ist. Und nun folgt der nächste Tiefschlag für die Branche…

Keine Kinos, keine Filme… Nachdem der erste Lockdown im Frühjahr die Kinobranche in ihren Grundfesten erschüttert hat, trifft die erneute Schließung die Betreiber umso härter. Gerade erst wurden von Filmverleihunternehmen wieder attraktive Filme für einen Kinostart angekündigt – und der Branche damit wieder eine Perspektive eröffnet. Diese Perspektive hat sich mit der Entscheidung für einen weiteren, vierwöchigen Lockdown zerschlagen.

„Ein radikaler, Lockdown wäre extrem hart, aber zu akzeptieren gewesen“, ärgert sich Hans-Joachim Flebbe, Chef der ASTOR-Kinogruppe. „Da wären die Neuinfektionen zurückgegangen und im Anschluss hätte es wieder konstruktiv weitergehen können. Aber jetzt gibt es einen Flickenteppich aus Entscheidungen, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.“ Dagegen will er auch gerichtlich vorgehen. „Alle kulturellen Institutionen werden auf Null heruntergefahren, obwohl im Theater oder eben auch im Kino objektiv kein Risiko besteht.“

Die einfache Erklärung: Anders als in der Gastronomie sitzen die Gäste in einem Kino auf ihrem Platz und schauen in Richtung Leinwand, auch geredet wird eher nicht. Zudem sind die modernen Großkinos mit modernen Belüftungs- und Klimaanlagen ausgestattet, die mit bis zu 100% Außenluft für saubere Luft sorgen. „Wir sind in unseren Filmtheatern in der Lage, für einen sicheren Besuch zu sorgen und durch unser Buchungssystem auch die Kontaktverfolgung zu gewährleisten“, erklärt Flebbe.

An den meisten Hotspots mit Infektionszahlen von über 200 gibt es im Übrigen keine Kinos oder Theater. Das beweist doch, dass die Kinos gar keine Treiber der Infektion sein können. Hier wird im blinden Aktionismus eine Branche getroffen, die leider, wie man sieht, keine durchsetzungsfähige Lobby hat.

Auf die versprochene staatliche Unterstützung angesprochen kann Flebbe nur sarkastisch und desillusioniert antworten: „Wenn das genau so eine Mogelpackung ist wie die von Scholz und Altmaier großspurig im März verkündete Überbrückungshilfe, die bei den betroffenen Unternehmen gar nicht – oder nach Überwindung bürokratischer Hindernisse nur in kleinsten Dosen angekommen ist, kann man keine Hoffnung auf dringend benötigte Hilfe in dieser zweiten Lockdown-Phase setzen.

Der Branche geht der Atem aus – und helfen können nun nur noch schnelle und vor allem unbürokratische Hilfspakete, um den vollständigen kulturellen Kollaps doch noch zu verhindern…“.

Presseinformation
Premium Entertainment GmbH

 

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